Shiatsu  Craniosacral-Therapie  Metabolic Balance
Verena Wüthrich - Claudia Oliveri - Davos - Zürich

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Aktuell

Der Herbst entspricht in der Chinesischen Medizin dem Element Metall

Der Herbst ist die Zeit des Erntens, eine Zeit der Vorsorge für den Schutz vor dem Winter. Der „Herbst des Lebens“ ist eine Redewendung, welche jenes Gefühl des Wandels vermitteln soll, in dem die Blätter farbenprächtig werden und allmählich auf die Erde fallen. Wir haben im Herbst oft ein starkes Bewusstsein vom Dahinschwinden der Zeit und vom Alt-Werden. Manche Menschen erleben den Herbst als eine Zeit des Übergangs und der Traurigkeit.
So wie es in der Natur geschieht, so verhält es sich auch in unserem Inneren, wo so etwas wie eine Ernte stattfindet, im Hinblick auf unsere eigenen Energien. Wenn im Herbst nicht geerntet wird, werden die im Sommer gewachsenen Früchte verrotten, so dass sie später nicht mehr als Nahrung zu verwenden sind. Jemand, der den Herbst verabscheut, mag Schwierigkeiten haben, seine Energie zu speichern. Reife – die Speicherung der Lebenserfahrung – wird ebenfalls mit dem Element Metall verbunden.

Die Organe, die mit dem Metall verbunden sind, sind die Lunge und der Dickdarm; wobei nach der chinesischen Auffassung dies eine viel grössere Einflusssphäre beinhaltet als nur das Organ selbst. Durch die Atmung sind wir mit unseren Lungen ständig in direktem Kontakt zur Aussenwelt – ebenso mit unserer Haut, welch auch dem Metall zugeordnet wird. Dementsprechend ist Kontakt ein wichtiger Bestandteil von Metall. Die Lagerung und Ausscheidung von Abfall, die Funktion des Dickdarms ist – wie fast alle anderen Körperfunktionen auch – als die „Wichtigste“ zu bezeichnen. Kommt dies aus dem Gleichgewicht, entsteht schnell ein grosses Unwohlsein.

Das Gefühl, das dem Metall entspricht, ist Kummer. Die Chinesen verbanden das Gefühl von tiefem, anhaltendem Kummer mit den Funktionen der Lunge und des Dickdarms. Kummer ist, wie jedes andere Gefühl, ein natürlicher, gesunder Prozess; wird ein Mensch jedoch von  Kummer erdrückt, so ist das wahrscheinlich ein Ausdruck einer Unausgeglichenheit im Metall. Auf der anderen Seite – und im chinesischen Denken ist stets auch eine andere Seite vorhanden – mag auch jemand, der seinem Kummer keinen Ausdruck verleihen kann, damit auf ein Ungleichgewicht im Metall hinweisen.

Wer sind wir als das Element Metall? Die Minerale der Erde liefern die wesentlichen Bestandteile und sorgen für die Reichhaltigkeit des Erdbodens, aus dem unsere Nahrung wächst. Das Salz der Erde - das lässt an das Wesen des Metalls denken. Erze sind Metall. Sie sind die Verdichtung der Erde. Ein wichtiger Aspekt des Metall-Elements hat mit Substanz, Festigkeit und Struktur zu tun, ein anderer mit Kommunikation.

Aus: Dianne Conelli, Traditionelle Akupunktur: das Gesetz der fünf Elemente

 

Erdungsübung

dazu brauchen Sie ein Gummibällchen mit einem Durchmesser von ca 3cm.

Legen Sie das Bällchen auf den Boden. Stellen Sie sich barfuss locker hin und spüren Sie, wie sich Ihre Füsse anfühlen. Können Sie spüren, wie Ihre Fusssohlen mit Ihrem Körpergewicht gegen den Boden drücken? Fühlt es sich links und rechts unterschiedlich an? Gibt es bestimmte Empfindungen, die Sie in einem oder in beiden Füssen haben? Spüren Sie auf die gleiche Weise in Ihre Beine, Hüften, Rumpf, Schultern, Arme, Nacken, Kopf. Nehmen Sie sich Zeit für dieses Hineinspüren.

Nehmen Sie nun das Bällchen unter einen Fuss und bringen Sie es mit dem Fuss in Bewegung. Auf diese Weise massieren Sie Ihre gesamte Fusssohle gründlich. Erst längs von
ganz vorne bis ganz hinten. Dann speziell die Wölbung, dann den Fussballen und die Ferse, dann die Aussen- und Innenkante. Bleiben Sie etwas länger da, wo es schmerzhaft ist und auch da, wo es sich besonders angenehm anfühlt.
Versuchen Sie, das Bällchen mit den Zehen aufzuheben.

Stehen Sie dann wieder auf beide Füsse und vergleichen Sie die Empfindung links und rechts in den Füssen, Beinen, im ganzen Körper.

Wiederholen Sie dasselbe mit dem anderen Fuss.

Zum Schluss gehen Sie nochmals mit Ihrer Empfindung durch den ganzen Körper. Vergleichen Sie Ihr Empfinden jetzt und vor der Übung. Vergleichen Sie auch Ihren emotionalen Zustand, Ihr Lebensgefühl jetzt und vorher.

Dies ist eine wunderbare Möglichkeit, den Tag zu beginnen! Üben Sie eine Zeit lang täglich und beobachten Sie die Veränderungen, die in den Füssen, im ganzen Körper und
auch in Ihrem Lebensgefühl geschehen!

Bei empfindlichen Fusssohlen können Sie mit einem grösseren Bällchen beginnen.

Sie werden interessante Entdeckungen machen!!